Ein schwacher Wasserstrahl am Hahn oder in der Dusche ist ärgerlich. In Lübeck kann das verschiedene Ursachen haben - von einem schlichten Kalkproblem bis hin zu einem Rohrschaden. Die meisten Ursachen lassen sich gezielt eingrenzen.
Häufige Ursachen für zu niedrigen Wasserdruck
- Verkalkte oder verstopfte Siebe: Die kleinen Gitter an Wasserhähnen (Perlator) und Duschköpfen setzen sich mit Kalk zu und reduzieren den Durchfluss stark.
- Druckminderer defekt: Viele Häuser haben einen Druckminderer. Ist er falsch eingestellt oder defekt, sinkt der Druck im ganzen Haus.
- Hauptabsperrhahn nicht vollständig geöffnet: Manchmal wurde er bei Reparaturen nicht wieder ganz aufgedreht.
- Kalkablagerungen in alten Rohren: Besonders in älteren Lübecker Gebäuden können Rohre im Laufe der Zeit verengen.
- Leck im Leitungsnetz: Ein undichtes Rohr kann den Druck im System senken.
Was Sie selbst prüfen können
- Perlator am Wasserhahn abschrauben, Sieb herausnehmen und in Essigwasser einlegen (ca. 30 Minuten). Dann sauber spülen und wieder einsetzen.
- Duschkopf ebenfalls einkalken oder ersetzen - neue Modelle kosten ab ca. 10 Euro.
- Hauptabsperrhahn (meist unter dem Spülbecken oder am Wassereingang) auf vollständige Öffnung prüfen.
- Nachbarn fragen, ob auch bei ihnen der Druck niedrig ist - dann liegt das Problem beim Versorgungsnetz oder im Haus.
Wann ist ein Fachmann nötig?
Wenn nach diesen Checks der Druck weiter niedrig bleibt, sollte ein Installateur den Druckminderer prüfen oder nach Leckagen suchen. In Lübeck ist das besonders bei Altbaubestand mit alten Blei- oder Stahlleitungen wichtig.
Häufige Fragen
Welcher Wasserdruck ist normal?
In Haushalten liegt der ideale Druck zwischen 2 und 4 bar. Werte unter 1,5 bar gelten als zu niedrig und beeinträchtigen den Komfort spürbar.
Kann der Druckminderer selbst eingestellt werden?
Grundsätzlich ja, das Einstellen erfordert aber Fachkenntnis. Ein zu hoher Druck kann Leitungen und Armaturen beschädigen - daher ist ein Fachmann empfohlen.
Zahlt die Versicherung bei Leitungsschäden?
Bei einem Leitungswasserschaden greift in vielen Fällen die Wohngebäudeversicherung. Prüfen Sie Ihren Vertrag und informieren Sie die Versicherung frühzeitig.